Von Einheiten und Kasernen

Union (lat. unio, „Einheit“, „Vereinigung“)

Zur Erinnerung:

Weil seitens der Stadt Innsbruck aufgrund der zu erwartenden Horden plündernder, brandschatzender und randalierender Austria Salzburg Fans Sicherheitsbedenken herrschten, wurden der Einheit Innsbruck ein kampfloser 3:0 Sieg zugesprochen. Im Vorweihnachtlichen Paket enthalten auch 3 Punkte in der Ligawertung samt Absage des Spiels.

Kaserne (eine militärische oder polizeiliche Gebäudeanlage, in der Soldaten bzw. Polizisten abrufbereit untergebracht (kaserniert) sind)

Abgesagt wurde die Partie garantiert nicht weil der Platz der Einheiten – die Fennerkaserne – auf einer für diese Liga zu kleinen Anlage ausgestattet ist und dort nur mit Ausnahmegenehmigung Heimspiele in der dritthöchsten Spielklasse austragen darf, auch nicht weil der Platz für Risikospiele trotz Nachbarschaft zur Bundespolizeidirektion nicht geeignet ist, mit Sicherheit nicht. Abgesagt wurde das Spiel, weil die untolerante Austria samt ihren – die Liga in Angst und Schrecken versetzenden Fans – es doch tatsächlich gewagt hatte einen Platztausch anzubieten – oder noch unverschämter – ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen!!!!

Was blieb also den Tiroler Fußballverband anderes übrig als dieses Spiel mit einer 3:0 Strafverifizierung zu belegen und eine drakonische Geldstrafe von 500 Euro auszusprechen?

Was blieb den vereinheitlichten Innsbruckern anderes als eine „Lex Austria Salzburg“ ins leben zu rufen und, wie es der Obmann der Vereinigung in einem Interview sagte: Einfach das Handy abdrehen und nicht mehr mit denen reden ….

Quelle (Interview: Herbert Lener): http://www.tirol4you.at/interview-herbert-lener.mp3

Das Resultat dieser vereinigten Sturheit und einer über alle maßen Irrwitzigen Vorgehensweise wie es wohl nur im Fußball (Entwicklungs-) Land Österreich zu finden ist:

Ein Spiel welches nie stattgefunden hat, wird neu ausgetragen.

Die RL-Kommission hat damit das Urteil des TFV aus der 1. Instanz aufgehoben und eine Neuaustragung unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen. Öffentlichkeit ist hier allerdings so zu verstehen, als das sich der Begriff als Menge aller Menschen mit violettem Fanambitionen aus Salzburg bezeichnet. Nichts für ungut Unioner, aber die Auswirkung daraus wäre dann tatsächlich ein Geisterspiel…

Diese Entscheidung wurde auch damit begründet, dass keinen der beiden Klubs ein Verschulden an der Absage getroffen habe.

Aha!

Umso leichter ist es nun zu verstehen das eben gerade diese Vereine, insbesondere die Salzburger Austria hier zum Handkuss gebeten wird und nun zu Spielen im Ländle 10 Security Leute, zum Spiel gegen Reichenau????? gar 20, innerhalb Salzburgs jeweils 10 Personen mitzunehmen um sich um das völlig indiskutable Auftreten der einschlägigen, violetten Anhänger zu kümmern.

Konsequenzen aus Tiroler Seite: 20 „Aufpasser“ muss auch Wacker am 21. Mai in Salzburg stellen.

Toll!

Somit wäre auch der Gästesektor etwas befüllt!

Was sagt uns das?

Richtig: Wir haben wenigstens einen Gästesektor! Wir haben einen Platz, nennen wir ihn von mir aus Stadion, der Regionalliga tauglich ist. Die Austria und einige andere Vereine dieser hochprofessionellen Liga schaffen es tatsächlich, Spiele auszutragen. Seine Gäste zu verpflegen und für deren Sicherheit gerade zu stehen. Selbst auf dem brutalen, vor Hooligans und anderen Gewaltbereiten Fans übersprudelten Maxglaner Stadion kam es bisher noch zu keinem Zwischenfall mit uns violetten Randalieren. In über einhundert Ligaspielen der Austria bedarf es dreimal den Einsatz der Medien um die großartige und wohl einzigartige Stimmung der Salzburger Fans die restlichen, friedlichen Spiele vergessen zu machen.

Nur um eines klarzustellen:

Wir sind absolut gegen Gewalt – aber auch gegen Unwahrheiten und Diskriminierung!

Unsere Meinung ist ganz klar und unmissverständlich:

Wenn wir das Urteil annehmen, können wir uns schon mal drauf einstellen, in Tirol nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu spielen. Damit wird das Problem eigentlich nur aufgeschoben.

Ein Gang in die letzte Instanz – in diesem fall bis zum ÖFB – wäre konsequent, damit ein für alle Mal geklärt wird, was Sache ist.

Es kann einfach nicht sein, das nur dem SV Austria Salzburg solche Vorschriften (Security usw.) auferlegt werden, das, sollten sich dennoch violette Fans (Innsbrucker mit SVAS Fanschal?) bei Geisterspielen einfinden, uns neben einer saftigen Geldstrafe sogar der Liga-Ausschluss droht!

Sinnvoll wäre es, das der ÖFB darüber entscheidet, weil es hier auch um ein Zukunftsweisendes Urteil geht, nachdem sich die Verbände in Zukunft in ähnlichen Fällen richten könnten … und MÜSSTEN!

Von Seiten des Vereins ließ Austria-Obmann Walter Windischbauer in einer ersten Stellungsnahme offen, ob die Violetten das Urteil akzeptieren werden. Eine Entscheidung darüber werde kommenden Dienstag im Rahmen der Vorstandssitzung fallen.

Man darf gespannt sein!

Wie auch immer, wir Fans werden die Einheit Innsbruck am 04. Juni mit gebührenden Respekt und einer sicherlich feinen, ihrem Vorgehen würdigen Stimmung in Maxglan empfangen und, – sollten sie was durchaus möglich sein kann gegen den Abstieg spielen – sie sportlich und FAIR aus dieser Liga schießen ….

Forza Viola!

Fanclub Stierwascher Austria Salzburg