Violette Nacht – Der Ball der Austria im Herzen der Stadt

Mit der Violetten Nacht versuchte man dieses Jahr ein weiteres Highlight vergangener Jahre (zuletzt 2001) wieder aufleben zu lassen. Ungerecht wäre aber, es nur als Versuch zu werten. Es war viel mehr als das. Man hat ziemlich viel Mühen und Arbeit auf sich genommen. Darum wollen wir einmal die Positiven Punkte hervorheben …

… endlich wieder eine violette Großveranstaltung (von den Meisterfeiern einmal abgesehen) im Herzen der Stadt. Mit dem Stieglkeller am Fuße der Festung kann man eigentlich gar nichts falsch machen, wenngleich man die Location in ihrer Größe sehr optimistisch gewählt hat.

… am Rahmenprogramm wurde auch nicht gespart. Mit der Coverband Exit 207 konnte man mit einer Band aufwarten, die z. B. heuer schon das Silvester Open-Air am Residenz-Platz, oder am Wüdara-Gschnas gespielt hat. Über die diesbezüglichen Auslagen wurde – sagen wir es mal so – geschickt verhandelt. DANKE an die Band, Techniker-Team und natürlich Harry Böhaker. Allen „Alt Austrianern“ sicher noch gut bekannt als einer der führenden Köpfe der glorreichen Austria Zeit.

… auch die Gästeliste konnte sich durchaus sehen lassen. Bekannte Namen aus Politik und Wirtschaft waren ebenso anwesend, wie auch zahlreiche Ex-Kicker – unter anderem Tomislav Kocijan, Markus Scharrer, Alex Schriebl, Christoph Jank und Austria Ur-Gestein der jüngeren Generation Mario Schleindl.  Selbstverständlich war der der komplette aktuelle Kader samt Trainer und die Vorstandsriege anwesend, aber das darf man für die eigene Veranstaltung auch erwarten. Für den Hingucker des Abends sorgten dabei sicher unser Präsident und der Sportliche Leiter als sie im Kilt, mit Dudelsack bewaffnet und ihren schottischen Freunden einmarschierten.

Will man die Veranstaltung aber wieder zu einer dauerhaften Einrichtung machen, sollte man ein paar Änderungen vornehmen:

Der Termin war nicht gerade passend. Gegen Ende der Winterpause (natürlich nicht an unserem Turniertag 🙂 ) wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Natürlich ist es als „neue“ Veranstaltung immer schwierig, aber man sollte auch hier den Konkurrenzkampf mit möglichen Parallelveranstaltungen nicht scheuen.

Der Eintrittspreis war des Guten zu viel! Auch wenn man berücksichtigt, dass man für alles (Location, Gastro, …) finanzielle Auslagen hat, sollte man hier mehr Fingerspitzengefühl zeigen. Man sollte auf alle Fälle versuchen, auch die Fanclubs zum Besuch der Violetten Nacht zu bewegen. Verständlicherweise ist es eben vielen nicht klar, warum sie das ganze Jahr zahlen (Abo, Mitgliedskarte, HfdA-Fond, Fanartikel, Gastro, …) sollen, um dann auch noch für eine solche Veranstaltung satte 25,– Euro (für Mitglieder!) zu löhnen.

Das allein wäre vielleicht noch nicht einmal das schlimmste gewesen, aber die vorangegangene Absage der Weihnachtsfeier mit eben dem Hinweis auf die Violette Nacht hat viele zur Absage eben dieser bewogen.

Folgender Vergleich: Wie im Beruf, wo man das ganze Jahr für die Firma arbeitet, möchte man einmal etwas zurückbekommen. Sei es Weihnachtsfeier, Betriebsausflug, Sommerfest, oder wie immer diese Veranstaltungen heißen mögen. Genau so sehen viele Austrianer die aktuelle Situation. Man muss nicht aus jeder Veranstaltung ein Geschäft machen. Es kommt für jeden der Zeitpunkt, wo man sich für seine Mitglieder, Förderer und Fans etwas kosten lassen muss. Das gehört einfach zum guten Ton sich auf diese Art und Weise zu bedanken. Um es überspitzt, aber klar auszudrücken: Worte und ein feuchter Händedruck allein sind auf die Dauer etwas wenig.

Auf alle Fälle freuen wir uns auf eine Neuauflage der Violetten Nacht 2012 unter hoffentlich bessern Vorzeichen.