Violett-Weiss/ RB-Übername (bis Herbst 2005)

26.05.05 - 11.05.2005 - 17.04.2005 - 15.09.2005 - 03.11.2005

Hier ein paar Texte, die seit der Übernahme des SV Austria Salzburg am 06.05.2005 entstanden sind:

Neugründung

Nach dem Abbruch der Verhandlungen wurde beschlossen die von Red-Bull eleminierte Austria neu zu gründen.

Informationen darüber gibts auf der Seite der Initiative Violett-Weiss

Die "neuen Austria" ist ein eingetragener Verein, die Statuten sind genehmigt.

 

Nach dem Abbruch der Verhandlungen am 15.09.2005:

Die Würfel sind gefallen, gewonnen hat jedoch keiner ... Irgendwann kommt für jeden der Zeitpunkt des Abschieds. Über die Art und Weis kann man diskutieren, aber das er unter den gegebenen Umständen kommen mußte steht außer Zweifel. Die kompromißlose Gangart der neuen Eigentümer stellte alles bisher in Österreich dagewesene in den Schatten. Vorrangiges Ziel zu Beginn war es, sämtliche Hinweise und Identifikationsmerkmale des Ursprünglichen Vereins SV Austria Salzburg zu zerstören und auf nimma Wiedersehen verschwinden zu lassen. Ob Fotos oder Pokale, Zeitungsausschnitte oder Wimpel alle Erinnerungsstücke wurden aus den Klubräumlichkeiten entfernt und auf respektlose Art und Weise der Wiederverwertung zugeführt. Selbst die Seite "Roots" auf der neuen offiziellen Homepage ist nicht das Wert was sie verspricht - jede Fansite mit weit weniger Budget - ist besser aufbereitet als jene von RB. Noch dazu kommt, dass sie erst auf Druck des Violetten Anhangs zustande gekommen ist. Für uns ein deutliches Zeichen, dass man mit der Vergangenheit nichts zu tun haben will. Ebenso ein abschreckendes Beispiel ist der Umgang mit den Fans. Wurden diese doch wiederholt von hochrangigen Funktionären beleidigt, ohne Beweise mit Hausverboten belegt, in aller Öffentlichkeit - auch über die Medien - lächerlich gemacht und über mehrere Monate hinweg verarscht. Kurz um: mit so einem Verein können und wollen wir nicht mehr. Jeder Fan(klub) der sich über Jahre hinweg für einen Verein eingesetzt hat, der es gewohnt ist auch mit Spielern und Vereinsvertretern auf einer vernünftigen Basis zu diskutieren oder auch nur zu quatschen wird die von uns gesetzten Maßnahmen verstehen und respektieren. Und wie wir meinen zahlreiche Kurven in Europa stellten das mehrmals eindrucksvoll unter Beweis. Auch von unserer Seite möchten wir uns für euere Solidarität Bedanken und unsere Wertschätzung ausdrücken!

 

Beitrag vom 26.05.2005

Eintrag im Austria Salzburg Fanforum am 15.06.2005:

Sorry komme arbeitsbedingt nicht wirklich viel zum Lesen und Schreiben, also ...

1. Ich bin auch der Meinung, dass es RB nichts geschadet hätte eine - na sagen wir mal so - violettähnlichere Farbe auszuwählen. Die kann man ja nicht einmal "violettsaufen" Aber genau das ist der Punkt. Die wollen mit aller Gewalt alle Verbindungen zur Austria kappen. Und so wie sich die Dinge entwickeln (Aboverkauf, Medienecho ohne Farbenkritik, Zuschauereche, ...) haben sie in IHREN Augen völlig richtig gehandelt. Die Wahl ihrer Farben hat mit RB genau soviel zu tun wie Violett, das macht das ganze für mich doppelt unverständlich.

2. Was mich am meisten schmerzt, wie kompromisslos mit allen (Fans, Funktionärem, Angestellte, Sponsoren, ...) umgegangen wird, die über Jahre die Austria unterstützten. Die Begrüssung des Hr Wiebach im Fanshop mir gegenüber wörtlich "hallo Fan" (den Tonfall kann ich leider nicht wiedergeben) sagt wohl alles. Ich hab glaubt ich spring ihm gleich ins Kreuz. Zu diesem Verein gibt es keinen persönlichen Zugang mehr, und dadurch ist auch die Identifikation mit diesem so gut wie unmöglich. Die Einstellung "wir können auch ohne die Fans" wird nur am Anfang - egal wie der Erfolg aussieht - die richtige sein. Die werden da hoffentlich bald zu denken beginnen und einen anderen Weg einschlagen.

3. Ich kann nur jedem der bis jetzt für die Austria gekämpft, dringend davon abraten jetzt aufzuhören. Wer soll das Erbe der Austria weiter tragen wenn nicht wir? Ich bin der Meinung, dass die Macht der Süd allgemein (auch von uns) unterschätzt wird. Wer dachte vor 10 Jahren an ein Festungslogo im Fanshop? Die Ultras und TGS sollten daher auch nicht Anzahl der "Kuttenfanklubs" unterschätzen. STW, Mondsee, Absolut, Mattighofen (um nur einige zu nennen) tragen seit jeher violett/weiss öffentlich (im Gegensatz zu ... ). Und das wird sich auch nicht ändern. Bei uns wird das violette Dress auffallen, und bei euch? Und was noch viel wichtiger ist: So lange unsere (allgemein) Plätze besetzt bleiben, kommt kein RB-Sympathisant ans Ruder der Süd! Nach dem vorletzten Heimspiel wurde hier geschrieben: Die die keine Ahnung haben singen eh alles nach. Hoffen wir dass ihr damit recht hattet ...

Violett/Weisse Choreographien, Spruchbänder (auch wärend des Spiels) machen sich speziell in den Medien gut. Bilder sagen mehr als tausen Worte (gesungene oder nicht gesungene Lieder). Die Kameras können bei der Süd nicht aus! Und bei Auswärtssoielen sollte es noch leichter fallen.

Aufklärungsaurbeit auf der Süd und auf den Homepages der Fanklubs. Fans lesen Seiten von Fanklubs - nur selten jene der Vereine. Links löschen, die die violetten Farben nicht respektieren. Gästebucheinträge die unsere Position verdeutlichen. Auch bei uns tummeln sich einige, die glauben alles besser zu wissen. Hier gilt es zu wiedersprechen und in der Mehrzahl zu bleiben. Direkte Mails an Fanklubs, und Medienvertreter - auch international. Wichtig ist hier vor allem Sachlichkeit! Mit Druck geht da gar nichts - Druck erzeugt nur Gegendruck. Den nur wer versteht, wird sich für unsere Sache einsetzen!

4. Bin vom Schurl auch ein wenig enttäuscht. Seine Aussagen treffen zwar 100 %ig zu - da gibt´s gar nichts. Nur hätte er durchaus seine Aussagen zweckdienlicher für unser Sache tätigen können. Denn es trifft auch 100 %ig zu, das die Proteste totgeschwiegen werden!

Ok, ist jetzt alles ein bißchen lang geworden und ich hab sicher noch was vergessen, aber wer weiß wann ich wieder dazu komme. HP gehört endlich mit Aufklärungsarbeit nachgerüstet ...

Eintrag im STW-Gästebuch am 26.05.2005:

STW-11 (Urlauber) ( no email / no homepage) wrote:

Kaum is ma amoi ned do geds scho drunter und drüber ...

Hab mir noch nicht alles durchgelesen (auch Fanforum), nur nach meinen derzeitigen Wissnsstand möchte ich folgendes festhalten:

Der Streik war nicht so gut vorbereitet, wie man es grundsätzlich von den Ultras bei den Choreographien gewohnt ist. Ich muß Keiler allerdings dahingehend recht geben, dass jeder gewußt haben muß wie es funktionieren kann, und was es bezwecken soll. Hätte ich gewußt, wie sich das Spiel und die Demo entwickelt, hätte auch ich vorgeschlagen das Schlagzeug im Fankammerl zu lassen.

Kurz: Wie mit den "Streikbrechern" (bei genauerer Betrachtung ein kompletter Blödsinn) umgegangen wurde ist absolut indisskutabel. Ich bin die Ruhe in Person, aber da wär ich auszuckt und sicher nicht nach oben gegangen! Mit dieser Vorgehensweise habt ihr jetzt mehr ruiniert, als wenn auch ihr die 2 Halbzeit auch voll Gas gegeben hättet. Wir haben eine Demokratie und keine Diktatur - auch auf der Süd. Nehmt das endlich zur Kenntnis!

Jetzt meine Meinung und versuche in Schlagworten zu schreiben:

1. Eine Lektion für die unteren Reihen (Ultras, TGS, ... - bei aller Wertschätzung - ihr seid nicht die Süd. Nur Schade, dass ihr das bei so einem entscheidenden Spiel erfahren mußtet.

2. Ich finde es absolut lächerlich jetzt den STW / SL den schwarzen Peter zuzuschieden. Es wird wohl keine so naiv sein, dass das für die Zukunft der Austria entscheidend war. Genau dieses Szenario wurde von allen befüchtet. Leider ist es früher eingetreten als wir alle gedacht haben.

2. Klassenerhalt ist gesichert, glaubt ihr wirklich, diejenigen die die Entscheidung treffen interessiert was jetzt noch in der Kurve los ist? Wie im Meeting gesehen, haben sie keine Ahnung von dem was uns am Herzen liegt.

3. Die Wahre Macht zeigt sich im Herbst. Eine Violette Kurve, egal was kommt und der Erbe der Austria weiterleben lassen, auf das kommt es an. Das ist unser Verein, und den dürfen wir uns nicht nehmen lassen!

4. aber genau hier liegt die Gefahr. Denn der Nachwuchs der Fanklubs zwischen 10 und 20 Jahren (soll jetzt nicht negativ klingen) werden sich das Abenteuer Fußball sicher nicht nehmen lassen. Auch wenn zahlreiche Capos den Hut draufhauen, werden Union, TGS, STW, SL, Mondsee - vielleicht unter einem anderen Namen - weitermachen. Es wird bei weitem nicht dasselbe sein, aber es wird sich was tun. Und sollte sich der Erfolg erst mal einstellen, ist es sowieso vorbei. Darum wieder zu Punkt 3.

5. An alle jene, die glauben gerade jetzt den Ultras den Rang ablaufen zu können VERGESST es. Ihr seid einfach zu schwach und zu langsam! Siehe Punkt 4

Darum 5. Eine Violette Kurve egal was kommt. Bilder sagen mehr als 1000 Worte oder in diesem Fall gesungene oder nicht gesungende Lieder. Legen wir erst mal die Farben ab, dann stirbt auch die Austria - und das endgültig.

Darum abschliessend mein Vorschlag: Vollgas beim letzten Spiel. Denn das könnten die letzten 90 Minuten für viele von uns sein! Und ich für meinen Teil will sie so in Erinnerung behalten wie das Abschiedsspiel in Lehen!

 

Beitrag vom 11.05.2005

Erstes Treffen zwischen Fanclubs und Red Bull Vertretern

Also eines gleich vorne weg, es ist nichts herausgekommen. Selbst die äußerst geringen Erwartungen etwas zu erfahren, wurden nicht erfüllt. Zum einen wurden Leute geschickt, die weder Entscheidungsbefugnis haben, noch mit dieser Entscheidung in weiterer Folge zu tun haben werden. Wie wenig sich die Herrschaften im Fußball bzw. mit Fans auskennen, zeigt die Tatsache, dass sie sie glauben, die Fans hätten grundsätzlich etwas gegen das Engagement von Red Bull. Hier gleich einmal ganz klar - das ist nicht der Fall (siehe dazu auch Top-News). Die Demonstrationen, Flyer und Unterschriftenliste beziehen sich ausschließlich und ganz klar auf unsere zwei Anliegen, die da sind:

Klarer Vereinsname, der den Rückschluß auf den SV Austria Salzburg zuläßt (so wie der derzeitige offizielle Vereinsname SV W. S.)

sowie die Vereinsfarben VIOLETT/WEISS zumindest bei Heimspielen getragen werden müssen. Von den Away-Dressen spricht sowieso schon lange keiner mehr.

Kurt Jara ist ein Profitrainer der Extraklasse. Er war auch der einzige (neben H. Krawagner), der für unsere Situation Verständnis zeigte, machte aber auch keinen Hehl daraus, dass es ihm grundsätzlich egal ist, wie der Verein in Zukunft heißen wird und welche Farben er trägt. Er will schlicht und ergreifend die Bundesliga stürmen und einen Europacupplatz erobern. In dieser Beziehung spielen Namen und Farben wirklich eine untergeordnete Rolle. Ein legitime und durchaus richtige Einstellung. Auch dass er seine Masseure und Betreuer warten ließ zeugt von seiner Profihaften Einstellung gegenüber den Fans. Eine Einstellung die man bei den Red Bull Vertretern - ob anwesend oder nicht - schmerzlich vermißt.

So zum Beispiel hatte man bei Kurt Wiebach und dem Pressesprecher von Red Bull nie das Gefühl wirklich ernst genommen zu werden. Sie flüchteten sich immer wieder in dieselben Argumente. Wenn man es genau nimmt, hätte man nach den ersten 10 Minuten schon wieder gehen können. Auch das Anführen von anderen internationalen Beispielen viel nicht auf fruchtbaren Boden. Wie aufmerksam der Pressesprecher bei dieser Sitzung war, zeigt die Tatsache, dass er am meisten Brötchen verdrückte, SMS schrieb und die Presseartikel vom Violetten Teufel durchblätterte. Was auch noch besonders auffiel war, dass sie sehr schnell ziemlich laut und ungehalten wurden. Sie versuchten zwar das ganze ab und zu mit einem Lächeln zu kaschieren, aber man merkte genau, wie ihnen das ganze auf den Geist ging. Auch wiedersprachen sie sich in einem Entscheidenden Punkt selber. Zu Beginn war Red Bull schon Eigentümer des SV Salzburg und dann auf einmal wieder nicht mehr. Im Verein müsse erst ein neuer Vorstand gewählt werden hieß es auf einmal. Und wer von wem - keine Ahnung. So viel zum Thema auskennen. Auch das noch keine Entscheidungen gefallen sind, nimmt man den beiden nur schwer ab. Hätte Red Bull wirklich so eine Konzeptlosigkeit wie es uns die beiden vorzugaukeln versuchten, wäre die Dose schon lange wieder im Erdboden versunken und nicht zu einem Weltkonzern aufgestiegen. Ach ja, angeblich brauchen neue Dressen über ein Jahr. Dieses Argument zeiht überhaupt nicht. Erstens bieten alle Anbieter so gut wie alle Farbenspiele bei Dressen an, und zweitens kommt es hierbei auch auf das nötige Kleingeld an. Ein neuer Rennanzug oder Eishockeydress braucht aus eigener Erfahrung auch kein Jahr (Lieferzeit ab Auftragsklarheit 4 - 8 Wochen) bis zur Realisierung.

Traurig war, Rudi Mirtl brachte an diesem Abend kein Wort heraus. In meinen Augen wirkte er ziemlich angeschlagen. Man kann zu ihm stehen wie man will, er gehört schon zum Verein wir das Inventar.

Bleibt noch H. Krawagner der uns zwar auch nicht bis zum bitteren Ende Folgen würde, aber unser Anliegen mehrmals gekonnt auf den Punkt brachte. Doch auch seine Ausführungen blieben ohne für uns brauchbare Reaktion.

Und die Fanklubs? Alle für dieselbe Sache kämpfend. Nur einer scheint hier Morgenluft zu wittern und "verspricht" auch weiterhin die Treue zu halten, egal was denen noch alles einfällt. Nur das sie dann Ihr Freundschaftstransparent einmotten können, scheinen Sie zu vergessen. Die Stierwascher sperren unter der jetztigen Führung die violetten Sachen sicher nicht in den Keller und lassen sich diese von den Motten zerfressen! Alle Fanclubs waren durchaus gut vorbereitet in diese Diskussionsrunde gegangen, aber wie gesagt nach 10 Minuten hätte man wieder gehen können. Nur zwei Dinge hätten wir nicht mehr erfahren: In der Sommerpause kommt ein neuer Kunstrasen (somit entfällt auch das traditionelle Fanklubturnier im EM-Stadion) und Didi Ziesel bleibt zumindest bis Ender der Saison. Das mit dem Tiroler entspreche keinerlei Grundlage, man wolle aber nicht alles Dementieren was in den Zeitungen stehe, so Herr Wiebach. Ach ja, und die endgültige Entscheidung werde Anfang Juni fallen. So ein Zufall kurz nach Ende der Meisterschaft, damit ja nichts mehr unternommen werden kann! Feige Hinhaltetaktig sonst gar nichts! Die Entscheidung scheint gefallen. Doch aufgeben gibt es nicht. 4 Spiele sind noch ausständig, das heißt immer noch ein wenig Zeit etwas zu bewegen. Und sofern die Aktionen friedlich ablaufen, schließt euch den Demos an - nur wenn die ganze Süd mitzeiht (siehe SV Austria Salzburg : SK Sturm Graz) haben WIR aussicht auf Erfolg.

ÖSTERREICH IST ROT WEISS ROT
SALZBURG IST KOMPLETT WEISS VIOLETT

 

Beitrag vom 17.04.2005

Paukenschlag bei der Salzburger Austria
Komplettübernahme durch den Red Bull-Konzern

Dietrich Mateschitz höchst persönlich machte den Deal am Mittwoch Abend mit Rudi Quehenberger perfekt. Die ominösen Verkaufsgerüchte nach Kasachstan oder sonstwo hin waren also Gott sei Dank nur ein Ablenkungsmanöver - auf das prompt zahlreiche Medien regiert haben - gewesen. Und das er mit der Austria große Pläne verfolgt ließ er schon am ersten Tag außer Zweifel. Einen kompetenten und weltberühmten Mitstreiter scheint Didi auch schon gefunden zu haben, nämlich keinen geringeren als Kaiser Franz Beckenbauer. In wie weit er allerdings nach Salzburg schaut bleibt erst noch abzuwarten, hat er doch mit seinen Bayern schon genug Stress am Hals. Immens bemerkenswert ist, wie schnell die Fans auf die neuen Ereignisse reagieren. War man schon Gefahr gelaufen im tiefe Lethargie zu verfallen, scheint jetzt alles wieder bis in die Haarspitzen motiviert zu sein. Gut die Vorzeichen stehen mit dieser Tatsache ungleich besser als noch vor zwei Tagen. Denn das Mr. Red Bull hält was er verspricht zeigt er im Moment gerade in der Formel 1. Seine Zahlreichen Events, sowie sein Stunt-Award sind Beweis genug für seine Durchschlagskraft. Und last but not least ist die Austria in Hand um drehen all ihre finanziellen Sorgen los. Das dürfte sich besonders auf die aktuellen bzw. neuen Spieler auswirken. Die aktuellen werden (hoffentlich) um ihr Leben rennen, um einer - so wie wir hoffen - zukunftsreichen Mannschaft stehen zu können, und in Sachen Neuverpflichtungen kann man sie jetzt an Spielern orientieren, die es gewohnt sind mindestens eine Klasse höher ihr täglich Brot zu verdienen.

Bei allen Rosen und Vorschußlorbeeren dürfen wir eines nicht vergessen: wo wir herkommen und für was wir stehen. Und das gilt es jetzt auch Herrn Mateschitz zu vermitteln. Hände weg von den Vereinsfarben, und Rückkehr zum traditionellem Vereinsnamen sowie dessen Logo. Allein die Durchführung dieser drei Punkte würde ihn schon zu Beginn unsterblich mach. Sollten die angesprochenen Punkte allerdings überhaupt nicht berücksichtigt werden, stellen wir hier gleich unmißverständlich klar: Unter der derzeitigen Führung der STW wird auf gar keinen Fall ein Blau/Weißes und sonstwie geartete Transparent, noch sonstige Fanartikel oder Choreos (zugegeben diesbezüglich sind wir eh weniger engagiert) geben. Zu diesem Thema steht anschließend noch ein Pressetext - perfekt formuliert, wer dem nicht 100%ig zustimmt ist kein wahrer Austrianer - DANKE Keiler. Erfolge kann man über kurz oder lang kaufen (siehe FAK). Die Tradition und Marke Austria Salzburg ist seit der Gründung im Jahre 1933 eine Herzensangelegenheit, und die kann man nicht kaufen! Daher unser Appell und den neuen Eigentümer:

!! DIDI WERD´UNSTERBLICH UND GIB UNS UNSERE MARKE ZURÜCK !!

!! Unterstützt die Fanclubs und laßt den SV Austria Salzburg weiterleben !!
Hier der Download von Unterschriftenliste und Flyer

Bei aller Wertschätzung des Red Bull-Konzerns, wenn durch dessen Einstieg ein Farben- und/oder Namenswechsel einhergeht, ist das gleichbedeutend mit dem Untergang des SV Austria Salzburg - denn es entsteht de facto ein neuer Verein! Und genau das kann nicht im Interesse der Fans (im speziellen den organisierten Fanklubs) und noch viel weniger im Interesse des SV Austria Salzburg sein!

Ein weiterer Punkt wo jetzt hoffentlich mal was weitergeht ist das EM-Stadion. Mit Didi´s Connections kann man gespannt sein welche Events uns in naher und ferner Zukunft serviert werden. Das Ziel muß hier meiner Meinung klar definiert sein: Das Stadion so auszulasten, dass ein neuerlicher Rückbau von vorn herein ad absurdum geführt wird. Das heißt zum einen eine international Schlagkräftige Austria, und zum anderen Top-Events und Konzerte.

In diesem Sinne:


PRESSETEXT:

Mit großer Freude haben wir, die Fanclubs von SV Austria Salzburg, am 6. April 2005 von der Übernahme unseres Vereins durch Didi Mateschitz
erfahren. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für unseren Fußballverein und ein Wiederaufleben des Salzburger Fußballwunders löste regelrechte Euphorie unter den Anhängern aus.

Als aber in den Medien erste Meldungen über die Pläne für die Zukunft von Austria Salzburg kursierten, verwandelten sich die Hoffnungen und Träume mit einem Schlag in eine Horrorvision für die Fans: ein möglicherweise blau-silber-rotes (?) Konstrukt mit dem Kunstnamen FC Red Bull soll in Zukunft unsere Austria ersetzen! Auch wenn dies vielleicht nicht die Masse der Fußballinteressierten betrifft - gerade die engagiertesten unter den Fans können sich mit einer vollkommenen Umbenennung und Umfärbelung ihres Vereins in keiner Weise identifizieren. Viele haben schon angekündigt, dass sie unter diesen Voraussetzungen keine Fans eines FC Red Bull sein werden - denn mit dem Traditionsverein SV Austria Salzburg, der seit 1933 die Herzen der Anhänger berührt, hätte dieser neue Verein rein gar nichts mehr zu tun.

Die Treue zu dieser violett-weißen Austria Salzburg war für viele Fans der einzige Grund, auch in schweren Zeiten zu diesem Verein zu stehen und trotz großteils erbärmlicher Leistungen immer noch zu tausenden ins Stadion zu pilgern und in Hundertschaften bei Auswärtsspielen vertreten zu sein. Und gerade jene Fans, die jahrelang auch die Wellentäler des Fußballs mit ihrem Verein durchgemacht haben, will man nun mit der totalen Eliminierung der Salzburger Austria vor den Kopf stoßen?

Werte wie Treue, Tradition, Verbundenheit mögen in der heutigen, schnelllebigen Zeit veraltet klingen, aber wer die internationale Fußballszene erfolgt, wird feststellen, dass sich jenseits von Österreich weder renomierte noch kleinere Fußballvereine ständig umbenennen - es gibt kein Vodafone Manchester" und schon gar kein "Sky Sport" Turin (siehe dazu auch Farbenlehre und Namenswechsel unter die größten Fehler des SV Austria Salzburg). Was würde Mateschitz-Berater Franz Beckenbauer zu einer Umbenennung seines FC Bayern zu t-mobile München in den Farben rosa-grau sagen? Aber auch kleine Vereine sind sich des Wertes und der Bedeutung ihres Vereinsnamens und ihrer Vereinsfarben bewusst und Investoren, die wie ein Abramovich hunderte Millionen in den Fußball investieren, kommen nicht auf die Idee, zum Beispiel einen FC Chelsea umzubenennen!

Will sich Red Bull nicht auch an diesen internationalen Maßstäben messen, anstatt sich an auf Österreich beschränkten Gegebenheiten zu orientieren? Wir haben in Salzburg gemeinsam mit Red Bull die historische Chance, endlich einen Verein von internationalem Format aufzubauen, dazu gehört aber auch, die 72-jährige Geschichte der Salzburger Austria zu respektieren und die Tradition des SV Austria Salzburg weiterleben zu lassen. Auf eine große Zukunft einer violett-weißen Salzburger Austria mit einem starken Partner Red Bull!