Die größten Fehler des SV Austria Salzburg:

Die Reihung der Fehler beruht nicht nur auf unserer Beurteilung, sonder spiegelt auch den Großteil der Meinung von den aktiven Fans wieder. Ausgenommen von dieser "Fehlerliste" sind Spieler- und Trainertransfers, sofern sie nicht wirklich gravierende Auswirkungen auf dem weiteren Leidensweg von Fans und Mannschaft hatten.

Die wohl ewige Nummer 1 - Verbau der Stehplatztribüne:

Der größte Fehler unterlief der Austria unter der Regie von Rudi Quehenberger in der Saison 1991/92. Aufgrund der neuen UEFA-Sicherheitsrichtlinien veranlaßte die Austria die Verbauung der Stehplatztribüne mit den damals schon ungeliebten Sitzplätzen. Dies hatte die völlige Zerstörung des Fanblocks zur folge. Vorher noch Aushängeschild und Vorbild nicht nur in Österreich wurde mit dem Umbau den Ende des Vorzeigefanblocks eingeläutet. Selbst nach dem Umbau mußte man feststellen, daß die paar Sitzplätze mehr (2518) für attraktive Europacup-Partien zu wenig waren. Die folge waren die unvergessenen "Heimspiele" im !! ausverkauften !! Wiener Ernst-Happel-Stadion (damals noch Prater Stadion). Selbst wenn man nur eine grobe Rechnung anstellt, hat es die Austria wohl eine ganze Menge an Einnahmen in der laufenden Meisterschaft gekostet. Außerdem waren durch den Umbau die Fans in 3 verschiedene (4, 5, 6) Sektoren verstreut. Daß das für Stimmung nicht gut war, kann man sich leicht denken. In dieser Zeit noch nicht so organisiert und entschieden hinter der Sache "Fanblock" schaffte man es auch nicht sich für einen Sektor zu entscheiden. Dem Zusammenbruch des Fanblocks konnte man nicht mehr standhalten - immer weniger "eiserne Steher" dafür immer mehr kritisierende "Sitzer". Überschneidenden Fangesängen (durch die Entfernung) folgten Konkurrenzkämpfe und gegenseitige Schuldzuweisungen. Viele eingefleischte Salzburger warfen das Handtuch und blieben dem Stadion nach einiger Zeit überhaupt fern. Erst in der letzten Saison des Lehener Stadions konnte man sich zusammen mit dem Verein auf den Sektor 5 ganz rechts als Fanblock einigen. Aber selbst das war anfangs nur ein tropfen auf den heissen Stein, denn im 5 und 6 blieben zahlreiche "Stimmungskanonen" zurück. Was die letzten Jahre wirklich möglich gewesen wäre, zeigten die allerletzten Spiel in GOOD OLD LEHEN - speziell die letzten 15 Minuten. Standing Ovations und ein >> Salzburg <<, das bis weit ins Landesinnere zu hören war.

Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Fehler nicht von der Übersiedelung ins EM-Stadion vor den Toren Salzburgs übertroffen wird, denn das wäre gleichbedeutend mit dem totalen Untergang des Spitzenfußballs ins Salzburg.

10.12.2002

Die Nummer 2 - wiederholte Namenswechsel:

Die wiederholten Namenswechsel sind in Österreich generell nicht mit anzuschauen. Als Salzburg-Fan bekommt man das insofern zu spüren, das man außerhalb des Landes gefragt wird: zu welchem Verein gehörst du jetzt?? Austria Salzburg, Casino Salzburg, oder ... ?? Demjenigen zu erklären, dass das alles ein und dasselbe ist, kostet einem immer wieder Nerven. Unverständlich bleibt hier die Kurzsichtigkeit der Manager. Es wäre unvorstellbar, wenn es auf einmal ein "Opel München", "Sharp United" und ein Jahr später "T-Mobile München" bzw. "Vodafone United" gäbe (diesen Namen hätten diese Vereine um das Jahr 2002 gehabt - werden nicht mehr aktualisiert, da es in dieser Problematik nichts zur Sache tut. Bis vor gar nicht allzu langer Zeit (2002) hatte der FC Barcelona nicht einmal am Dress einen Sponsor stehen! Zugegeben, dass sind andere Kaliber. Aber auch die wurden einmal gegründet und mußten sich "ihre Marke" erst einmal aufbauen. Welche Firma investiert in eine Marke die keiner kennt, oder noch schlimmer - wie bei uns üblich - nach ein paar Jahren gar nicht mehr existiert? Kein Mensch käme auf die Idee, dass der SC Untersiebenbrunn und der SC interwetten.com (2002) ein und der selbe Verein sind. Solche Beispiele gäbe es für nahezu jeden Verein in Österreich. Und genau das passiert auch mit unserer Austria (SV Red Dessert Salzburg - FUCK, des gibt´s doch ned!!). Wir geben die Hoffnung allerdings nicht auf, und wir werden es von Generation zu Generation weiterreichen:

es war unser SV Austria Salzburg
es ist unser SV Austria Salzburg
es wird unser SV Austria Salzburg bleiben

Die Nummer 3 - Farbenlehre die zweite:

Je öfter man einen Fehler macht, desto schwerer wiegt er! Offenbar haben die Vereinsverantwortlichen aus der ersten "Farbenaffäre" nichts gelernt. Damals wurden die Grün/Gelben Auswärtsdressen heftig kritisiert und von den aktiven Fanclubs mit einem Kaufboykott belegt. Unsere Vereinsfarben sind VIOLETT / WEISS!! Da gibt es kein Grün / Gelb / Grau oder sonst irgend etwas! Der Vereins ist offenbar nicht in der Lage eine Tradition aufzubauen. Er ist offenbar nicht in der Lage mit den organisierten Fans Rücksprache zu halten was wichtige Dinge wie eben Dressenfarbe oder Logo betreffen. Zahlreiche Spitzenklubs in Europa kehren nach ihren farblichen Seitensprüngen wieder zu IHREN Farben zurück. Jetzt kämpft die Austria schon jahrelang mit einem Identifikationsproblem jetzt wechseln sie schon wieder die Farben! Dabei wäre es so einfach:

Man identifiziert sich:
1. MIT DEM NAMEN
2. MIT DEN FARBEN
3. MIT DEM LOGO (1. - 3. = !! MARKENZEICHEN !! )
und erst dann kommen die SPIELER, TRAINER & FUNKTIONÄRE.

Menschen kommen und gehen, aber die Marke (in diesem Fall der Verein) bleibt!

Die Nummer 4 - Farbenlehre die erste:

Allen angekündigten Protesten zum Trotz entschloß man sich im Jahre 1996 bei Auswärtsspielen in neuen Farben anzutreten. Nach "brasilianischem Vorbild" lief unsere Austria auf einmal in längsgestreiften grün/gelben Dressen auf. Na mehr brauchst nimmer! Gelb - in Österreich sehr selten verwendet - hätte eventuell noch akzeptieren können, aber Grün! Spruchbänder und ein boykottierter Fanshop waren die folge. Die angekündigte Unterschriften Aktion wurde allerdings eingestellt. Es dauerte zwei lange Jahre bis zumindest die ekelerregende Farbe Grün durch Violett (Dunkelblau??) ersetzt wurde. Gott sei Dank sollte auch das vorbei gehen. Mit dem neuen Ausrüster (FILA) kamen auch die traditionellen Farben zurück.

Ohne Nummer - Die Scheichaffäre & der Fall Benali:

Die ganze Geschichte passierte in der Sommerpause 2003. Ein überaus großzügiger Scheich wollte auch in Österreich groß in das Fußballgeschäft einsteigen. Einzige Bedingung um die Millionen locker zu machen war, einen neuen Sportdirektor (Herr Benali) und den einen oder anderen Spieler zu verpflichten. So weit so schlecht! Erstens: Unser bereits vorhandener Sportdirektor - Didi Constantini - war aller erste Sahne. Wieso also einen neuen, oder einen zusätzlichen einstellen? Zweitens: Unser Kader hatte im Frühjahr die gesamte Bundesliga aufgemischt und 13 Spiele lang keine Niederlage hinnehmen müssen. Also wenn, dann wirkliche Verstärkungen und keine Mitläufer. Mit den Bedingungen hätte man ja vielleicht noch leben können, aber was sich in weiterer Folge im die beiden Personen abspielte war wirklich erschreckend:

Herr Benali: er hatte einen beeindruckenden Lebenslauf und Namhafte Referenzen vorzuweisen. Zum Glück gab es aber in Salzburg wenigstens ein paar Leute die nicht alles für bare Münze nahmen. Erst stimmte der Name nicht, dann die angegebene Position. Zu guter letzt hatte der gute Mann an die fünf verschiedenen Namen und drei unterschiedliche Geburtsdaten. Seine Referenzen waren alles andere als wasserdicht. Der eine Verein kannte ihn gar nicht, beim anderen spielte er nie wie angegeben in der A-Mannschaft. Trotz allem hielt der Verein unverständlicherweise an dem Mann fest und ließ sich immer wieder vertrösten. Anstatt einmal kräftig auf den Tisch zu hauen um Klartext zu reden, ließ man sich von ihm verarschen und in allen Medien lächerlich machen.

Der Scheich: nun ja er sah vielleicht wie ein Scheich aus, aber bei genauerem hinsehen hätte man schon stutzig werden müssen. Seine Unterkunft in Salzburg war erbärmlich und gegessen hat er am Würstelstand. Visitenkarten?? - gab´s auch keine. Auch er vertröstete den Vorstand von einem Termin auf den nächsten. Und als alle Welt schon über den Verein lachte, hielten sie immer noch an ihm fest. Der beste Sager kam von Herrn Blaikner dem Finanzverantwortlichen im Verein: Wenn´s den Scheich nicht gibt, dann bin ich ein Trottel! Naja, Selbsterkenntnis ist bekanntlich der Beste Weg zur Besserung. Nur Besserung war und ist keine in Sicht.

Die beiden versuchten sich auch in Griechenland, aber dort schauten - vor allem die Fans - nicht so lange zu. Sie wurden buchstäblich aus dem Stadion und in weiterer Folge aus der Stadt gejagt. Nicht so bei uns! Das erste Opfer war Didi Constantini. Er warf das Handtuch, weil anscheinender keiner bereit war, ob der vielen Millionen, den Verstand einzuschalten. Er wurde nach einiger Zeit Peter Assion ersetzt, der in Qualität und Arbeit jedoch kein guter Tausch gewesen war. Das zweite Opfer war offensichtlich die Mannschaft. Von der Unfähigkeit der Vereinsführung angesteckt hatte sie anscheinend das Kicken verlernt und legte einen Negativstart Rekord von 6 Niederlagen in Serie hin. Die überlebte der damalige Trainer Lars Söndergaard noch, aber Mitte der Herbstsaison (nach einer weiteren Niederlagenserie) mußte auch er gehen. Und die, die alles verbockt hatten? Die Sitzen immer noch auf ihrem Arsch! Mal sehen, wie das ganze ausgeht ...

01.11.2003

Ohne Nummer - Rauswurf von Heimo Pfeifenberger:

Ist denn das zu glauben - jetzt muß doch ein verdienter Spieler und Trainer in dieser Rubrik erwähnt werden! Da predigt der Verein schon jahrelang den Salzburger Weg zu gehen! jahrelang werden wieder im Winter zahlreiche Legionäre verpflichtet, die weder Referenzen noch sonstige Erfolge vorweisen können. Mannschaftsgefüge?? - Wie schreibt man das? Nicht dass das schon genug wäre, wirft man auch noch die einstige Galionsfigur Heimo Pfeifenberger hochkant hinaus. Zur öffentlichen Kritik Pfeifenbergers kann man stehen wie man will, aber ER HATTE RECHT! Kein kontinuierlicher Mannschaftsaufbau, kein Salzburger Weg, keine Jugendförderung, kein Scouting - nichts was auch nur annähernd auf eine gezielte Zukunftsorientierung schliessen ließe. Und eines muß auch ganz klar gesagt werden: hätte er versucht das ganze intern zu regeln, hätte das überhaupt nichts gebracht! Den interne Kritik an der Führungsebene wird stets unter den Teppich gekehrt. Doch der Rauswurf hatte noch weitreichendere Auswirkungen. Die Sponsoren die Pfeifenberger ausschließlich für die Jugendförderung bereits gewonnen hatte (immerhin im 4-stelligen Eurobereich) sprangen wieder ab. Das mag jetzt zwar nicht nach viel klingen, jedoch für die Jugendförderung ist das ein ganz schöner Haufen Kohle. Schön langsam muß man wirklich die glauben die (oder doch nur der eine?) machen das mit Absicht. Korrekterweise muß man allerdings sagen dass die Vorgehensweise von Herrn Quehenberger in keinster Weise von allen Führungskräften im Verein gutgeheissen wurde und wird. Selbstverständlich standen die Fans auch hinter Heimo, was eine eigene Überziehfahne mit seinem Konterfei und einem treffendem Spruchband >> HELDEN LEBEN LANGE - LEGENDEN STERBEN NIE << eindrucksvoll bewies. Wir können nur wieder eine weitere Enttäuschung einstecken und uns der erfolgreichen Vergangenheit - in der es ein Ziel und einen Weg dorthin gab - erinnern.

Danke Heimo - we´ll never forget the pride of Austria Salzburg

10.02.2005

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