Matchbericht FC P.S. vs. SV AS 2:0 (0:0)

10. Runde | FC Pinzgau Saalfelden vs. SV Austria Salzburg – 2:0 (0:0) | Sportplatz Bürgerau | 1.200 Fans

Kein Trainereffekt bei der Austria. Und wer die Spiele zuletzt verfolgt hat, wird wohl auch nicht wirklich damit gerechnet haben. Zu neu ist die Situation für die Austria und unser Team. Nein, wir wollen jetzt nicht eine riesen Krise heraufbeschwören und den Teufel an die Wand malen. Aber jeder wird jetzt hoffentlich einsehen, dass die zu Beginn der Saison lauthals ausgerufenen Ziele wohl oder übel erheblich zurück zu schrauben sind.

Mehr als erwartet machten sich auf den Weg in den Pinzgau. Durch die vorherrschenden Platzverhältnisse war sofort klar, dass in Sachen Stimmung nicht viel los sein wird. Zum einen gab es ein Polizeiaufgebot, dass man glauben konnte der Papst persönlich würde vorbei schauen. Fahnenstangen ab 1,30 wurden angeblich lt. BH verboten – dafür wurden am Platz Flaschen verkauft. Leute eure Bergwelt ist ja wirklich sehr schön, aber einigen bekommt die Luft auf Dauer gar nicht gut. Zum anderen verteilte sich die violette Fangemeinde gleichmäßig auf der Gegengeraden. Der Hauptgrund war aber wohl eher, dass man zuerst einmal einfach nur der Mannschaft auf die Beine schauen wollte.

Und was man da zu Beginn zu sehen bekam war nicht unbedingt erfreulich. In jeder Aktion war die Unsicherheit zu spüren. Die einfachsten Dinge wurden zur Herausforderung. Klar, dass die Gastgeber das Spiel unter Kontrolle hatten. Die Austria spielte das, was man in so einer Situation spielen muss – weg mit der Kugel und erst einmal schauen, dass man kein Tor bekommt. Zumindest das gelang, und mit Fortdauer des Spiels gewann man auch Spielanteile. Aber genau in dieser Phase hatte wieder einer unserer Jungs einen Aussetzer indem er ein sinnloses Foul in der gegnerischen Hälfte machte und sich so die Gelb/Rote abholte. Die Null hielt aber trotzdem bis zur Pause.

In der zweiten Hälfte übernahm der Schiri das Kommando. Genau des brauchst wenn´s eh scho ned lauft. Ein jeder Nachwuchsschiri lässt mehr durchgehen. So gesehen war auch der Elfer ein Witz. Dem zweiten Tor war wieder ein Geniestreich unserer Abwehr vorausgegangen. Danach hatte  der Schiri noch seinen Auftritt und stellte noch jeweils einen Spieler vom Platz. Pikantes Detail: der Linienrichter zeigte bei unserer Roten Karte nicht einmal ein Foul an. Der Lichtblick in der Zweiten Hälfte war zweifelsohne die unmissverständlich Aufruf vom Schützei endlich zu zeigen weswegen wir hier sind. Und so zeigten auch wir – wenn auch nur kurz – was wir drauf haben. Ein paar werden sich schon die Ohren zughalten haben. Wir stehen hinter der Mannschaft, egal was kommt.

Was gab es sonst noch? Voll aufgebretzelte Papstbewacher versuchten vollends die Stimmung zu kippen in dem sie auf einmal ohne ersichtlichen Grund hinter dem Tor in Stellung gingen. Einer erbarmte sich dann doch und „flitzte“ leider, oder Gott sei Dank angezogen wenige Minuten vor dem Abpfiff über den Platz. Der bis unter die Zähne schwer bewaffnete und Furcht einflößende Mann (siehe Foto) matchte sich ca. 1 Stunde mit den Spezialeinheiten. Wir als besorgte Bürger sagen vielen Dank, damit wir uns nicht darüber aufregen müssen, dass so viele Überstunden umsonst angefallen sind.

the Troopader gefährliche Pinzgau-Flitzer hinterließ eine wahre Spur der Verwüstung. Der Schock sitzt noch immer tief …

Könnte aber auch gut sein, dass wir uns doch aufregen und es ein klein wenig anders gewesen ist. Jetzt wissen wir auch wie beschissen sich so ein Reporter fühlen muss, der ein ums andere Mal so einen Mist schreibt.

Das Wochenende hatte aber auch seine guten Seiten. Austria U9 gewinnt überlegen und ohne Punkteverlust erstes Heimturnier in der neuen Saison.

GRATULATION AN UNSERE JUNGS
FORZA VIOLA