Matchbericht unausspr. Amateure vs. SV Austria Salzburg 4:1 (2:0)

18. Runde | So. 25.03.2012 | 15:30 | unausspr. Amateure vs. SV Austria Salzburg | 6.500 Fans | EM-Stadion Wals/Siezenheim

Die Austria besiegt sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst, doch alles der Reihe nach. Die Erwartungen vor dem Match waren naturgemäß sehr hoch. Der Treffpunkt in Lehen ließ die Vorfreude weiter steigen. Jeder Bundesliga Verein könnte sich über so ein Intro glücklich schätzen. Der Marsch nach Wals verlief zumindest von unserer Warte ohne Zwischenfälle. Ein wenig Rauch und ein paar Bengals wiesen uns den richtigen Weg. Nebenbei wurde natürlich die Möglichkeit zum Einsingen genutzt. Am Zielort angekommen gab es ein wenig Stress mit den Ordnern, die uns von einem Eck zum anderen und wieder zurück schickten. Naja, war schon ein wenig überraschend, dass zwischen 2 und 3 Uhr auf einmal 2.000 violette vor der Türe stehen und in Wals unbedingt ein Fussballspiel sehen wollten. Zumindest die Mannschaftsaufstellung haben wir noch geschafft.

Das Spiel begann diesmal ohne Choreo, dafür aber um so lauter. Auch die Ost fest in violetter Hand und hat voll mitgezogen. Leider hat sich die Dominanz auf den Rängen nicht auch auf den grünen Rasen übertragen.  Dass die aktuellen Hausherren technisch und taktisch aufgrund des Trainingsaufwandes besser sind, war vorher klar, dass sie uns aber auch gleich ordentlich auf sie Füße treten war nicht unbedingt zu erwarten. Trotzdem alles noch nicht weiter schlimm. Übel wurde es erst ab der 20. Minute. Erst lenkte Paulsen eine scharfe Flanke unglücklich ins eigene Tor ab. Gleich danach der erste verletzungsbedingte Wechsel. Das ganze setzte sich in einem sichtlich nervösen und sagen wir einmal wahrscheinlich Aufgrund dessen unsicheren Martin Eisl fort. Mehrmals traf er die falsche Entscheidung, oder ging zu wenig energisch zu Werke.

Was ein rund um sicherer Goelie wert ist zeigten die Gastgeben in den letzten 20 Minuten, als dieser zwei 100 %ige der Austria zunichte machte. Den zwischenzeitlichen Anschlußtreffer zum 3 : 1 konnnte aber auch er nicht verhindern. Für uns nicht mehr von Bedeutung das Tor zum 4 : 1 Endstand in der 90. Minute.

Fazit, die Gastgeber waren optimal und zielgerichtet auf Spiel vorbereitet. Diesen Eindruck konnte unsere Mannschaft nur selten erwecken. Und mit „Ehre und Stärke“ allein lässt sich leider nicht jedes Spiel gewinnen. Fakt ist, dass in der Winterpause nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Die Schuld ist hier allerdings weniger dem (Ex)Trainer, als vielmehr dem Verein als gesamtes anzulasten. Im Moment ziehen nicht alle an einem Strang. Vielmehr ist es so, dass einer zieht, und alle anderen hinter sich her schleift. Es muss aber allen Beteiligten klar sein, dass dies auf die Dauer nicht gut gehen kann. Denn was wird passieren? Dem einen wird früher oder später die Luft ausgehen. Und die anderen werden sich entweder nicht lange hinter her schleifen lassen, und die Strick los lassen, oder einmal kräftig dagegen halt. So oder so, wird der eine kräftig auf die Nase fallen.

Um eines von vorn herein klar zu stellen, wir sind keines Falls und zu keinem Zeitpunkt gegen diese eine Person!  Was wir wollen, ist eine klare und abgegrenzte Aufgaben- UND Kompetenzverteilung. Trainer die in der Lage und Befugt sind Entscheidungen zu treffen. Eine Jugendleiterin, die ihre Aufgaben wahrnimmt bzw. wahrnehmen darf und im Nachwuchsbereich Präsenz zeigt. Wir wollen keine sinnlose Verschwendung von Ressourcen für Projekte, die ohne den sportlichen Erfolg sowieso nie auch nur ansatzweise zur Verwirklichung gelangen. Es gilt sich unserer Stärken zu besinnen. Die Westliga zu meistern, unseren hochgelobten Nachwuchs (o. Ton der einen Person: unser Kapital für die Zukunft) nach besten Möglichkeiten zu fördern. Und das sind Probleme genug für die nächste Zeit. Wir brauchen keine zusätzlichen Baustellen – noch dazu wo der Eindruck entsteht, dass der Plan fehlt.

In diesem Sinne, 2.000 auf nach Oberndorf:

walk on – walk on – with hope – in your heart – and you’ll never walk alone – you’ll never walk alone – …

FORZA VIOLA