Matchbericht SV AS vs. SCR A. Amat. 0:4 (0:1)

9. Runde | SV Austria Salzburg vs. SCR Altach Amateure – 0:4 (0:1) | Festung Maxglan | 1.100 Fans

Jede Serie geht ein mal zu Ende. Um die erste Heimniederlage wurde ja schon lange (2 Jahre ??) gebettelt, aber dass die dann gleich in diesem Ausmaß ausfällt, mit dem hätte wohl keiner gerechnet. Aber um bei unseren zukünftigen Gästen gleich nicht zu viel Freude aufkommen zulassen, die Festung Maxglan BLEIBT DIE FESTUNG MAXGLAN! Die erste Niederlage tut verdammt weh. Auch die Art und Weise tut verdammt weh, und das fordert Wiedergutmachung. Also kommt nach Salzburg und versucht euer Glück in dem ihr uns dominieren wollt und WIR werden euch in eure Einzelteile zerlegen. Ihr wärt nicht die ersten!

Aber spulen wir einnmal ein paar Stunden zurück. Wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass wir zu Hause vorgeführt werden? Dass, die Gäste mehr Tore schießen, als wir überhaupt Chancen hatten? Dass, von unserer eigentlichen Heimstärke so rein gar nichts zu erkennen war? Dass, an diesem Nachmittag anscheinend nur ein Bruchteil wirklich auf das Spiel fixiert war?

Zur Mannschaft: Es ist unbestritten, dass einige Spieler außer Tritt sind. Nicht dass spielen was sie sollen und können. Gerade für eine Amateurmannschaft befinden wir uns jetzt in einer heiklen Situation. Die Mannschaft sieht, dass sie seit letzter Saison keine Fortschritte mehr macht. Die Verunsicherung steigt und scheint sich jetzt nicht mehr nur auf die Auswärtsspiele zu beschränken. Leistungsträger und die als solche geholt wurden scheinen auf einmal eine Sinnkriese, oder ein Formtief zu haben. Sonka Pa als Turm in der Abwehr vorgestellt und in den ersten Spielen auch bestätigt steht nur noch neben sich. Der neue Einser trotz Glanztaten in den ersten Partien anscheinend nur noch eine Vorgabe und auf die Bank verbannt. Laufbereitschaft und Zweikampfstärke wird aktuell nicht in durchaus vorhandenem Maße eingesetzt. Hinzu kommt ein überdurchschnittliches Verletzungs“pech“. Bei dieser hohen Anzahl an schweren Verletzungen muss man sich die Frage gefallen lassen, ob die Vorbereitungszeit wirklich optimal war, oder ob sich wirklich alle gleich stark für die Mannschaft einsetzen. Dies hat natürlich eine weitere Verunsicherung der Mannschaft zu folge und ist somit ein weiteres Mosaiksteinchen zur derzeitigen Situation.

Was noch aufgefallen ist: Seit wann sind Kinder beim „Aufwärmtraining“ dabei. NICHTS gegen Kinder, sicher nicht! Nur nach so einem Spielstand zur Pause stellen wir uns eine andere, nämlich konzentriertere und aggressivere Vorbereitung vor.

Hoch anrechnen müssen wir Alex Trappl (dem im übrigen am allerwenigsten die Schuld an den vier Gegentoren trifft), dass er sein Versprechen trotzdem einlöste und beinahe die gesamten 50 Liter Bier die er für die gewonnen Wahl springen ließ selbst ausschenkte. So stellen wir uns Vereinszugehörigkeit vor. Verantwortung übernehmen und sich der Diskussion stellen – auch wenn es unangenehm werden kann.

Der Trainer: Didi Emich scheint zunehmend zu polarisieren. Entweder man mag ihn, oder eben nicht. Dass er sein Mundwerk nicht immer im Zaum hat, ist kein Geheimnis. Doch die Körperhaltung während der letzten Spiele spiegelt eher Ratlosigkeit wieder. Nach dem Spiel und am nächsten Tag wird wieder auf den Tisch gehauen. Dies resultiert wohl daraus, dass er für sein taktisches Konzept (bewusst Einzahl gewählt) seit seinem Einstieg keinerlei tauglichen Alternativen parat hat. Somit ist guter Rat wohl teuer. Die aktuelle Situation ist mit dem normalen Beruf zu vergleichen. Für das Tagesgeschäft lässt sich sehr bald wer einsetzen. Doch sobald Probleme auftauchen, oder etwas außerordentliches passiert braucht man einfach Routiniers die zu jeder Zeit zumindest einen Lösungsansatz abseits der routinemäßigen Handgriffe parat haben. Wenn ich ein Problem habe, dass mit diesem Handgriff nicht zu lösen ist, wird es auch nichts bringen, wenn ich den gleichen Handgriff ein zweites Mal anwende. Lieber Didi Emich (ist sonst nicht unsere Art jemanden aus dem Team direkt und sehr kritisch zu hinterfragen) so wie du Jahr für Jahr, Spiel für Spiel und Tag für Tag den Mund aufreißt MUSST du stehts und immer Herr der Lage sein. Du willst jedes Match gewinnen? Wer will das nicht! Das ist nicht neues, aber für einen Trainer zu wenig. Du bist jetzt gefordert, denn so funktioniert es aktuell nicht. Sieh das endlich ein, bevor noch schlimmeres passiert. Was soll eigentlich nach so einem Heimauftritt noch schlimmeres passieren. Nein, dass malen wir uns jetzt lieber nicht aus …

Gut angekommen ist auf alle Fälle, als Gerhard Stöger sehr energisch einige Spieler zurück beorderte um sich von den Fans zu verabschieden. Konnten also nicht gleich in den Katakomben verschwinden und mussten sich ein wenig von dem berechtigten Ärger über sich ergehen lassen.

Die Kurve: Einiges probiert, aber auch das war zu wenig. Man kann aber in Frage stellen, ob mehr wirklich etwas gebracht hätte – wohl eher nicht. Aber man hätte es zumindest versuchen können der Mannschaft während der 90 Minuten zumindest Verbal in den Arsch zu treten. Ein „Emich raus“ ist hier genau so wenig hilfreich, wie der nicht einmal zum Besten gegebene Einheitsbrei. Auch hier war man nicht in der Lage einmal ein anderes Taktisches Konzept hervorzubringen. In solchen Situationen kann man der Mannschaft nur helfen, in dem man verstärkt auf Spielsituationen eingeht, Spieler vermehrt namentlich unterstützt. Versucht so laut wie nur irgend möglich zu sein und dass dafür durchaus vorhandene Repertoire verstärkt einsetzt.  Alles andere, halbherzig dargebotene dringt nicht einmal bis auf den Rasen, geschweige dem bis zu den Spielern vor.

Um zum Abschluss zu bekommen, warum stehen wir heute da wo wir stehen? Weil ALLE ein einem Strang gezogen haben. Ein klares Ziel zu erreichen. JEDER war bereit für dieses Ziel seine persönlichen Wünsche hinten an zu stellen. Das ist der Grundstein, warum andere Vereine so einen Aufstieg nicht schaffen und neidvoll zu uns herüber blicken. Ihr Team beinhaltet nur einzelne Bausteine aus dem was wir hatten oder haben!

Darum wascht (durchaus auch wörtlich zu verstehen) euch die Niederlage von den Klamotten, tut was immer ihr glaubt tun zu müssen, damit die Richtung wieder stimmt. Jeder (und wir meinen wirklich jeden – Verein, Mannschaft, all die Helfer im Hintergrund und jeder einzelne auf der Tribüne) ist aufgerufen sich wieder entsprechend auf das Match vorzubereiten. Das beginnt schon zu Hause bei der Klamottenauswahl. Früher UNDENKBAR in Rot/weiss (egal welches Team, oder auch nicht) zu einem Austria Match zu kommen, heute keine Seltenheit mehr. Rote FC-Shirts? Nur fürs Nationalteam! Bei der Austria, wie wir meinen ein absolutes NO GO. Wir kämpften alle für diese Farben violett und weiss, also tragt sie auch wieder! Zeigt an diesem Tag wo ihr hingeht und wofür ihr steht. Selbstsicher, NICHT arrogant zeigt dass ihr zur Austria gehört. Wir hatten schon schlimmer Zeiten und trotzdem Violett getragen, warum ausgerechnet jetzt anfangen damit aufzuhören?

Nein wir hören nicht auf, wir besinnen uns unserer Stärken und machen das nächste Spiel zu UNSEREM HEIMSPIEL. Packt alles aus was ihr finden könnt und begleiten die Austria nach Saalfelden. Die Mannschaft braucht uns, der Verein braucht uns. Und wenn wir gebraucht werden, dann ist es unsere Pflicht da zu sein!