Mehr als nur ein Fußballspiel

Groundhopping – mehr als nur ein Fußballspiel

Trocken formuliert, bedeutet Groundhopping die Absicht, möglichst viele Stadien, Arenen oder Hallen einer bestimmten Sportart zu besuchen. Nüchtern betrachtet bedeutet es, sich oft unzählige Stunden in eine Bus, Flieger oder Bahn zu quetschen, aufgepuscht durch Rinder-Ersatz-Energydrinks hinterm Steuer zu kauern und irgendwie unverletzt über nächtliche Autobahnen zu schweben um noch rechtzeitig zum Anpfiff eines Fußballspiels zu kommen das aber meist überhaupt nichts, aber schon absolut nichts mit unserer Salzburger Austria zu tun hat.

Nüchtern betrachtet bedeutet es nichts mehr, als das ein Groundhopper von Stadion zu Stadion zieht, mit dem Ziel, durch Spielbesuche sein Konto an Ground- und Länderpunkten zu erhöhen und möglichst viele unterschiedliche Stadien zu besuchen.

Nüchtern betrachtet.

Es bedeutet aber auch – jedenfalls für mich – sich Länder anzusehen in die man sonst vermutlich nie kommen würde. Städte, Menschen und selbst innerhalb Europas neue, eigenartige Denkweisen und mysteriöse Sprachen, Speisen, Getränke und Kulturen kennen zu lernen – und wenn es nur für ein paar Stunden sein sollte, nimmt man dennoch von jedem einzelnen Groundhopper einiges an Erfahrung mit die man so schnell nicht vergessen wird.

Groundhoppen bedeutet für mich auch Abenteuer, Reisen und Fußball zu verbinden, wobei nicht immer das runde Leder welches unumstritten ins eckige gehört im Vordergrund steht. Im Namen des Fußballs durch die Welt – in meinem Fall bisher nur Europa – zu ziehen um Spaß zu haben und auch neue Freundschaften und Kontakte zu knüpfen.

Für mich spielt dabei keine Rolle in welcher Liga der Verein spielt den ich besuchen will. Nicht die Größe der Stadien oder der bekanntheitsgrad der Mannschaft. Jedes Ziel hat seinen eigenen Reiz. Wie wir Austrianer wieder und wieder aufs neue beweisen bedarf es nicht immer ein gewaltiges Stadion um Stimmung zu erzeugen. Klar, mir lief es kalt den Rücken runter als ich mir den „El Classico“ sowohl im Nou Camp sowie auch im Estadio Santiago Bernabeu reinknallte – anders kann man das nicht bezeichnen – unvergesslich!

Viele von euch waren damals in Mailand, Amsterdam, Frankfurt oder auch „nur“ Wien und nur um das klarzustellen – natürlich überfallen einem niemals auf fremden „Grounds“ solche Emotionen als würde der eigene Klub – der beste – unsere Austria spielen, völlig klar, was aber nicht bedeutet das man nicht auch in „fremden“ Kurven von der Stimmung angesteckt wird!

Ich werde hier meine „Hopping“ – Erfahrungen und Erlebnisse und jene die wir als Fanclub Stierwascher  unternehmen posten, wie viele es werden lässt sich nicht sagen was ja natürlich unter anderem auch mit dem leidigen Thema Finanzen zu tun hat. Ich hoffe aber das sich hier bald – besonders in den Sommermonaten – viele Einträge von Grounds aus ganz Europa und mehr zu lesen sein werden. Stadien und Fahrten von Irland bis Griechenland,  Lettland bis Spanien und wer weis welche Ziele ich noch ansteuern werde.

Auf dem Video:  Reportage über Groundhopper

Vielleicht kann ich ja den einen oder anderen dazu bewegen es mir / uns nachzumachen, gemeinsam was zu unternehmen weil’s einfach in der Gruppe mehr Spaß macht …

Würde mich freuen

Forza Viola, da Schi

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